Tischtennis

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Hoffen auf den Heimeffekt: zur Saisoneröffnung in heimischer Halle empfängt die DJK Altdorf am kommenden Sonntag, 27.09. um 14 Uhr die SpVgg Erlangen an der Böhmerwaldstraße. Während die Mittelfranken erstmalig in dieser Saison an die Platte gebeten werden, haben die Hausherren bereits vor zwei Wochen ihren persönlichen Auftakt in der Oberliga auswärts in Eggolsheim (1:11) bestritten. Mit einer ähnlich „optimistischen“ Erwartungshaltung blickt man nun im Altdorfer Lager der kommenden Partie entgegen. 

Der Altdorfer Top-Mann Deepash Bhagwani wird auch an diesem Spieltag noch fehlen, weshalb Sebastian Eben erneut Georg Gangl im vorderen Paarkreuz Gesellschaft leistet. Auf dem Papier treten die Gastgeber Andres Mauricio Rivera Mejia sowie Mikalai Zrazhavets gegenüber. In der Mitte ist immerhin Pirmin Schmachtenberger (Bild) wieder mit von der Partie und wird – unterstützt von Helmut Wagensonner – gegen Lukas Soucek und Kenan Birkmann servieren. Auf Position fünf wird Wolfgang Maier zum Einsatz kommen, während ein sechster Mann als Ersatz für Deepash Bhagwani erst noch gefunden werden muss. In jedem Fall sind Erlangens Tomas Flicek und Damir Prstec klar in der Favoritenrolle.

Erfreulicherweise sind inzwischen wieder Zuschauer in der Halle erlaubt, sodass vor heimischem Publikum vielleicht doch die ein oder andere Überraschung gelingt. 
Man sieht`s schon am Foto der Vereinsmeisterschaft: diese Saison steht unter besonderen Vorzeichen
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Mit vier Mannschaften startet die TT-Jugend in die "Corona"-Saison 2020/2021.

Die 1. Jugend startet wie erhofft nach dem Meistertitel der abgelaufenen Sasion .in der Verbandsliga Süd-Ost, neben den anderen drei Verbandsligen (Süd-West, Nord-Ost, Nord-West) die höchste Ebene im bayerischen TT-Jugendsport. Hoch erfreut ist die Abteilung, dass es auch die 2. TT-Jugend in diese Liga geschafft hat. Da die meisten Mannschaftsmitglieder 15 oder jünger sind, stehen die Chancen ganz gut, dass mindestens die 1. Jugend sich dauerhaft im bayerischen Oberhaus festsetzen kann.

Die 3. und die 4. Jugend gehen einige Ligen tiefer ins Rennen, die 3. Jugend in Bezirksklasse B, die 4. Jugend mit den Ligaanfängern in der Bezirksklasse C. Der Fokus der 3. Jugend sollte schon ein bisschen in Richtung vordere Tabellenhälfte gehen, bei der 4. Jugend in der Bezirksklasse C - "Bambiniliga" - bleibt Hauptziel Spielpraxis gewinnen.

Der Einzelsport steht absehbar zumindest noch bis zum Jahresende unter dem Zeichen von Corona.  Ob die Bezirksmeisterschaften der sechszehn bayerischen TT-Bezirke (Altdorf: TT-Bezirk Oberbayern-Nord) stattfinden können und die darauf aufbauenden bayerischen Einzelmeisterschaften der Jugend, bleibt bis auf weiteres coronaabhängig.


 


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Nix zu holen für die Erste: zum Saisonauftakt in der Oberliga Bayern am vergangenen Sonntag, 13.09. wurden die Tischtennis-Herren der DJK Altdorf voll und ganz den Erwartungen gerecht. Bereits um 10 Uhr morgens setzte es auswärts eine herbe 11:1-Packung gegen den auf den ersten Tabellenplatz gekletterten SV DJK Eggolsheim, bei der lediglich Georg Gangl ein Ehrenpünkterl ergattern und somit einen völligen Kaltstart in die Saison verhindern konnte. Tragisch ist das Ergebnis keineswegs! Die Oberfranken zählen in dieser Spielzeit durchaus zum engeren Favoritenkreis auf den Titelgewinn. Zumal man im Altdorfer Lager auf zwei wichtige Stammkräfte verzichten musste.

Nachdem corona-bedingt diese Saison auf Doppel verzichtet wird, wurden zum Einstieg direkt Sebastian Eben und Georg Gangl an den Tisch gebeten, die es im ersten Einzeldurchgang mit Pawel Grela respektive Vaclav Frydrych zu tun bekamen. Während Sebastian Eben in drei Sätzen chancenlos blieb, behielt Georg Gangl in ebenso glatten drei Sätzen die Oberhand und bewahrte die Niederbayern bereits in dieser frühen Spielphase vor der Höchststrafe. Im mittleren Paarkreuz musste Wolfgang Maier in wiederum drei Sätzen gegen Nuri Nasratullah die Segel streichen. Immerhin den ersten Satz für sich entscheiden konnte Helmut Wagensonner (Bild) gegen Harun Morkramer. Die Folgesätze fielen jedoch an den Gastgeber. Auf den hinteren Positionen zog sich Alexander Graßmann bei seinem Oberliga-Debüt gegen Dominik Cernocky mit teils engen Durchgängen achtbar aus der Affäre. Ein Satzgewinn blieb dem Altdorfer jedoch verwehrt. Zum Abschluss der ersten Einzelrunde blieb Klaus Schweiger gegen Kenan Abel ohne Auftrag (0:3). Zwei Niederlagen später von Georg Gangl und Sebastian Eben stand der Eggolsheimer Sieg bereits fest. Ausgespielt wurden die verbleibenden Einzelpartien zwar noch, jedoch konnten die Niederbayern keine Ergebniskosmetik mehr betreiben. Am Ende stand somit ein glasklarer 11:1-Sieg für die Hausherren zu Buche. 

Ergebnisse: Grela – Eben 3:0 (11:8, 11:7, 11:3); Frydrych – Gangl 0:3 (6:11, 7:11, 3:11); Nuri – Maier 3:0 (11:6, 11:6, 11:3); Morkramer – Wagensonner 3:1 (14:16, 12:10, 11:3, 11:9); Cernocky – Graßmann 3:0 (11:9, 11:6, 11:7); Abel – Schweiger 3:0 (11:4, 11:5, 11:4); Grela – Gangl 3:0 (12:10, 11:9, 12:10); Frydrych – Eben 3:0 (11:5, 11:5, 11:7); Nuri – Wagensonner 3:0 (11:8, 11:3, 11:4); Morkramer – Maier 3:0 (11:5, 11:8, 11:5); Cernocky – Schweiger 3:0 (11:4, 12:10, 11:6); Abel – Graßmann 3:0 (11:6, 11:5, 11:7). 

 Vertraten beide die Farben der DJK Altdorf auf dem bayerischen TOP10 der Schüler U11 und U15 im schwäbischen Thannhausen: Samuel Kuhl und Fabian FranklSamuel.Fabian.13.9.20

Zum ersten Mal musste Samuel Kuhl, der seit Januar Mitglied des Bayerischen Tischtenniskaders ist, als Favorit in ein Top 10 starten. Nach einer langen Corona Pause war dies das erste Turnier auf höchster bayerischer Ebene. Etwas Turnierpraxis konnte sich der Schüler des Maristengymnasiums Furth bereits am 5.9 bei der Altdorfer Jugendvereinsmeisterschaft holen, welche er in diesem Jahr das erste Mal für sich entscheiden konnte.  Im Hinterkopf ging es daher mit dem Wissen, dass er aktuell „ gut drauf ist“ und gleichzeitig mit der neuen Drucksituation an Nummer 1 gesetzt zu sein, auf in das schwäbische Thannhausen. Ungewohnt war hier für alle Teilnehmer, dass nur ein Betreuer und ein Sorgeberechtigter pro Spieler in der Halle erlaubt waren ( coronabedingt). Im Spielmodus „Jeder gegen Jeden“ meinte es das Losglück zuerst nicht gut mit dem Zehnjährigen, da er gleich gegen Simon Weber vom TV 1879 Hilpoltstein, der im Endklassement Dritter werden konnte, ran musste. Für Samuel, der immer etwas schwer und nervös in ein Turnier startet eine heikle Aufgabe, die er aber mit einem 3:1 souverän löste. Im weiteren Verlauf des Turnieres konnte ihm nur noch sein guter Freund, Fabian Rinderer aus Ruhmannsfelden einen Satz abnehmen. Mit 9:0 Siegen und 27:2 Sätzen gewinnt Samuel letztendlich das Top 10 überzeugend.

Am kommenden Wochenende steht für Samuel schon das nächste BTTV Top 10 an , dieses mal in der Alterskategorie Jungen 13 in Arnstorf. Hierfür hatte er sich bereits im Vorfeld qualifiziert. Viel Glück Samu!

Fabian Frankl erfuhr dann am Samstag nachmittag, dass er am folgenden Tag noch einen Nachrückerplatz erhalten hatte und somit am Sonntag bei den Schülern U15 an den Tisch treten könnte. Der Jugendneuzugang aus Furth ergriff denn auch die Gelegenheit, wohl wissend, dass es angesichts der vertretenen bayerischen Spitze wohl kein ganz einfacher Sonntag werden würde. Einerseits bestätigten sich zwar diese Bedenken, Fabian blieb am Sonntag dann ohne Sieg, konnte aber immerhin sechs Sätze für sich verzeichnen. Im allerletzten Spiel wäre mit ein bisschen Glück sogar gegen den späteren Dritten Linus Dreyfus sogar noch ein Sieg drin gewesen. Wichtiger aber war, dass sich Fabian Stück für Stück im Verlauf des Turniertags steigerte und der Turniertag auch für ihn wertvolle Erfahrungen mit sich brachte.
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Die Erwartungshaltung ist zwar klein, die Abenteuerlust dafür umso größer. 195 Tage ist es her, dass die Tischtennis-Herren der DJK Altdorf zum letzten Mal in einem Punktspiel an die Platte gingen. Am 29. Februar – damals noch in der Verbandsoberliga Süd – hieß der Gegner Vilshofen. Seither ging’s dramatisch zu: Saisonabbruch, personelle Umwälzungen, freiwilliger Aufstieg über Umwege. Am Sonntag ab 10 Uhr wird sich erstmals zeigen, wie die Chancen der DJK-Männer eine Etage höher in der Oberliga tatsächlich stehen, wenn Georg Gangl (Bild) und Co. beim SV DJK Eggolsheim antreten.

Das Abenteuer beginnt freilich mit Personalproblemen. Neuzugang Deepash Bhagwani, der die Abgänge von Julian Thase und Dean Shu etwas abfedern soll, muss wegen der tragischen Umstände aufgrund der Corona-Pandemie vorerst in der indonesischen Heimat bleiben. Christian Hans scheut vorsichtshalber das Risiko einer Infektion und ist zumindest in der Vorrunde außen vor. Und Pirmin Schmachtenberger kommt erst nächste Woche aus dem Urlaub zurück. Daher besteht die vorläufige Aufstellung aus Georg Gangl, Sebastian Eben, Helmut Wagensonner und Wolfgang Maier – Klaus Schweiger und Alexander Grassmann springen wohl ein und komplettieren das Sextett.

Der SV DJK Eggolsheim stellt für die Altdorfer absolutes Neuland dar. Zumal die Oberfranken infolge der Corona-Krise ebenfalls über Personalsorgen klagen. „Auf dem Papier sind sie stark besetzt, aber wir kennen die Aufstellung am Sonntag nicht“, sagt Helmut Wagensonner. Nicht nur der Gegner, auch der Spielmodus ist neu. Doppel sind wegen der Hygiene-Bestimmungen nicht erlaubt, weswegen zwölf Einzelbegegnungen ausgetragen werden. Und die werden zu Ende gespielt, auch wenn der Gesamtsieger schon vorzeitig feststeht.

Bad Höhenstadt zieht zurück – fix geglaubter Abstieg fraglich: zusammen mit dem TTC Kist und der SpVgg Erlangen zählt Eggolsheim zu den Titelfavoriten in der Oberligasaison 2020/21. Dort trifft die DJK Altdorf überdies auf: SV Haiming, TSV Schwabhausen, TSV Starnberg, TG/ASV Regenstauf und SB Versbach II. Nach aktuellem Stand. Doch heuer ist ja bekanntlich nix fix. Die DJK Bad Höhenstadt, eigentlich das zehnte Team im Bunde, hat ihre Truppe zurückgezogen, weil mehrere Spieler in der ungarischen Heimat festsitzen – Corona lässt grüßen. Somit wird Altdorf automatisch nicht mehr Letzter.

Die Umstände haben das Potenzial zu einer handfesten Tragikomödie. Erst der Aufstieg der Altdorfer als Rangdritter, weil sonst keiner nach oben wollte (oder konnte). Damit verbunden die Selbsteinschät- zung der Niederbayern, wohl ziemlich chancenlos zu sein und sogleich wieder abzusteigen. Und dann womöglich der Höhepunkt des Theaterstücks: Zieht sich noch eine weitere Mannschaft aus dem Spielbetrieb zurück, würden die DJK-Herren in der Oberliga bleiben – außer sie verzichten auf den Klassenerhalt und lassen sich zurückstufen. Das klingt wirklich abenteuerlich.

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