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Der Titelgewinn von Tom Schweiger bei den diesjährigen bayerischen TT-Meisterschaften war umso höher zu bewerten, als der neue Titelträger mit einer enormen Zusatzlast fertigwerden musste:

Als wäre die hohe Qualität seiner Gegner nicht schon Bürde genug, wurde dem 18-jährigen auch noch ...
tom.klaus.22.1.23
... ein gewisser Klaus S. aus Rottenburg als Coach auferlegt. Dessen erste Maßnahme war, seinen Schützling mit einem Stirnband auszustatten (Bild leider nicht verfügbar), das Glauben machte Ursache der dadurch zur Schau gestellten blonden Haarpracht sei der flächendeckende Entzug der Lizenz der vollständigen Rottenburger Friseurgilde gewesen.

Nachdem ein angedrohter Protest der Gegner wegen "unangemessener Bekleidung" vor dem Schiedsgericht gerade noch abgewendet werden konnte, versuchte Klaus S. mit einer Reihe glasklarer taktischer Fehlanweisungen zu verhindern, dass der ihm anvertraute Akteur des Coaches eigene Titelsammlung ("Kellermeister" gegen Volker R.) nicht zu übertreffen in der Lage sei.

Dass sich Tom S. dennoch nicht vom Weg des künftigen Titelträgers ablenken ließ, war wohl nur seiner ihm eigenen unendlichen Gelassenheit zu verdanken - eine Eigenschaft, die er allerdings von seinem Möchtegern-Coach genetisch geerbt hat. Und diese Eigenschaft konnte auch Klaus S. beim besten Willen nicht verhindern - da hätte er vor 18 Jahren und 9 Monaten drüber nachdenken müssen. Tja, auch der beste Coach kann nicht an alles denken.
Ein überragender Tag bescherte Tom Schweiger bei den Titelkämpfen der bayerischen TT-Spitze den Titel bei den Herren A.
Tom.TOP24.27.11.21

Nach dem erwarteten Durchmarsch am Samstag in Gruppe vier (3:0 Maximilian Heeg Gräfelfing, 3:0 Jonas Dinter Kümmersbruck, 3:0 Daniel Deichert Viktoria Wombach) war auch das Achtelfinale als Abschluss des Samstags gegen Max Keller von Bundesligisten Bad Königshofen (4:1) kein Hindernis auf dem Weg in den kommenden Finaltag.

Dort aber im Viertelfinale war klar, dass es von Beginn an zur Sache gehen würde. Gegner war Nationalmannschaftskollege Matthias Danzer, gegen den Tom in den vergangenen Partien meist - und oft deutlich - den kürzeren gezogen hatte. Diesmal jedoch entwickelte sich von Beginn an eine Partie auf Augenhöhe, an deren Ende nach sechs ausgegeglichenen Sätzen Satz sieben die Entscheidung bringen musste. Gegen den Titelträger aus dem Vorjahr konnte sich Tom am Ende knapp aber nicht unverdient mit 11:8 durchsetzen und ins Halbfinale einziehen.

Und wieder kam es zum Duell mit einem altbekannten Ex-Kollegen. Daniel Rinderer -  ehemaliger  bayerischer Jugendnationalspieler - hieß der Halbfinalkontrahent. Im Vorjahr ebenfalls noch als Mannschaftskollege für den FC Bayern in der 3. Bundesliga aktiv, schloss sich der 21-jährige zu Beginn der heurigen Saison dem Zweitbundesligisten Fortuna Passau an und wartete dort im zweiten Paarkreuz mit sehr guten Ergebnissen auf. Aufgrund der gezeigten Vorrundenergebnisse war der gebürtige Ruhmannsfeldener denn auch als Favorit anzusehen. Tom zeigte sich aber nochmals verbessert zum Achtelfinale, verteidigte sowohl mit Vor- und Rückhand die zentrale Position am Tisch und setzte sich erneut durch - diesmal mit einem durchaus überraschenden 4:1.

Im Finale schließlich wartete Topfavorit Alexander Flemming auf den ehemaligen Altdorfer Nachwuchs. Flemming von Tabellenzweiten der 2. TT-Bundesliga - TV Hilpoltstein - konnte mit einer Halbzeitbilanz von 11:9 in vorderen Paarkreuz der 2. Bundesliga aufwarten. Zwar hatte der erfahrene Hilpoltsteiner bereits in seinem Halbfinale gegen den 18-jährigen Mike Hollo alle Hände voll zu tun um ins Finale zu gelagen (4:3), ging aber dennoch als klarer Favorit ins Endspiel. Wieder aber zeigte sich, dass Schweiger einen überragenden Tag erwischt hatte. Einen 0:2 Satzrückstand verwandelte der Ex-Altdorfer in ein 3:2, musste in Satz sechs den Ausgleich hinnehmen um dann im Entscheidungssatz sieben mit 8:4 in Front zu ziehen. Nochmals konnte er im Vergleich zum Achtel- und Halbfinale mit einer Leistungssteigerung aufwarten. Zwar kam Flemming noch einmal auf 8:6 heran, mit Entschlossenheit aber verteidigte Tom den erarbeiteten Vorsprung und krönte sich am Ende verdient mit 11:7 zum Titelträger des Jahres 2023.

Vielleicht nach einer durchwachsenen Vorrunde der erhoffte Durchbruch auf den Weg in die erweiterte deutsche Spitze des Erwachsenenbereichs. Auf jeden Fall aber die Teilnahmeberechtigung für die im März in Nürnberg stattfindenden deutschen Einzelmeisterschaften. Auf Timo Boll kann er da zwar nicht treffen, der hatte bereits vor einem Jahr seinen Rücktritt von den nationalen Meisterschaften erklärt. Sonst aber könnte ihm - Teilnahme vorausgesetzt - so ziemlich alles "drohen" was die deutsche Herrenrangliste so hergibt - von Dimitri Ovtcharov über Europameister Dang Qiu bis zum "Rest" der deutschen Herrennationalmannschaft. Muss man mögen, wäre aber sicher ein unvergessliches Erlebnis.

Hintergrundbericht: siehe Spartenseite Abteilung TT
Das intensive Training der letzten Wochen und Monate beginnt sich auszuzahlen. Tobias Zeiler ...
tobias.17.1.23
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hat auf den bayerischen Meisterschaften der Schüler U11 (Jahrgänge 2012 und jünger) in Thannhausen seine guten Trainingsleistungen auch im Turnier bestätigt. Als Jahrgang 2013 unter den jüngsten, setzte sich der 9-jährige in einer Fünfergruppe auf Position drei. In den nachfolgenden Platzierungsspielen dann konnte er von noch vier ausstehenden Spielen drei für sich entscheiden, was am Ende einen starken 21. Platz bedeutete.

In der Kombination Vereins-, Einzel- und Stützpunkttraining kommt der Altdorfer TT-Nachwuchs wöchentlich derzeit auf vier bis fünf Trainingstage und wandelt damit ein bisschen auf den Spuren von Tom Schweiger und Samuel Kuhl, die in diesem Alter ähnlich hohe Trainingsumfänge an den Tag gelegt haben.

Ganz schön viel Aufwand, aber unabdinglich, soll der Kontakt zur bayerischen Spitze der Jugend U11 hergestellt werden. Durch dieses Turnier jedenfalls hat sich Tobias mit Position sechs unter die ersten zehn des Jahrgangs 2013 geschoben und damit schön mal Fühlung aufgenommen mit der Spitze.
Noch eine schöne Nachricht zum Jahresende für Samuel Kuhl:
samuel.6.11.22
Der zwölfjährige wurde für das Jahr 2023 erstmals in den Nachwuchskader II des Deutschen Tischtennisbundes DTTB berufen. Zwar war Samuel schon länger im Talentkader geführt, aber erst die Berufung in den Nachwuchskader II als dem jüngeren der beiden Nationalkader macht zum "richtigen" Jugend-Nationalspieler. Samuel folgt damit Tom Schweiger (Nationalkader I), der vor fünf Jahren als erster der TT-Abteilung den Sprung ins Jugend-Nationalteam schaffte. Die Nominierung gilt immer für ein Jahr, zunächst einmal also für 2023. Gratulation.

Bayerischer Meister Jungen 15 im Einzel, Bayerischer Meister Jungen 15 im Doppel, Vize Bayerischer Meister Jugend 15 im Mixed ...
Bay.Ei.Mei.ften.Dillingen.10.11.2022
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viel besser hätte der Jahresabschluss für Samuel Kuhl und damit auch die TT-Jugendabteilung der DJK Altdorf nicht laufen können.

Was für ein Wochenende! Vom 10.12 – 11.12 fanden die diesjährigen Bayerischen Meisterschaften der Tischtennisjugend in den Altersklassen 13,15 und 19 in Dillingen statt. Samuel reiste mit gemischten Gefühlen an, da er wegen einer Krankheit bereits das deutsche Top 24 der Jugend 15 absagen musste und immer noch nicht ganz fit war, den bayerischen Saisonhöhepunkt aber auf keinen Fall verpassen wollte. Im Einzel trat der 12 jährige, der noch für die Altersklasse Jungen 13 spielberechtigt gewesen wäre, wegen der sportlichen Herausforderung in der höheren Altersklasse Jungen 15 an.

Samstag
Die Gruppenspiele und die Mixedbewerbe standen an. In Gruppe 1 von 8 Vierergruppen stand nach drei gewonnen Spielen und 9:0 Sätzen der Gruppensieg fest, der Samuel in der KO-Runde (Sonntag) ein Freilos im Achtelfinale bescherte. Noch am Samstag im Mixed konnte  er sich mit seiner Partnerin Eva Xintian Gao vom TV 1921 Hofstetten, mit der er ein sehr offensives Mixed bildete, bis ins Finale vorspielen. Besonders sehenswert war hier das Halbfinale gegen Kazuto Itagaki mit seiner Partnerin Romy Steffen, welches Gao/Kuhl mit 12:10; 7:11; 11:6 und 11:7 gewinnen konnten. Im Finale war das Duo Emilia Schorr / Andis Queku vom FC Bayern München noch zu stark für das jüngste Mixed im Teilnehmerfeld ( sowohl Samuel Kuhl als auch Eva Gao Jahrgang 2010).

Sonntag
Die Doppelwettbewerbe in allen Altersklassen standen am Anfang des Finaltags . Kuhl stellte hier zusammen mit seinem Partner Kazuto Itagaki vom Bundesligisten TSV Bad Königshofen erneut das jüngste und top gesetzte Doppel. Schnell stellte sich heraus, dass sich hier Zwei gesucht und gefunden hatten. Ohne Probleme und vor allem mit viel Spaß am Zusammenspielen konnten sich die beiden Jungspunde für das Finale qualifizieren. Dort wartete das Doppel David Schlössinger vom TSG Waldbüttelbrunn und Noah Heidemann vom TV 1879 Hilpoltstein. Nach zwei guten Sätzen mit 11:6 und 11:8 wurde es kurzzeitig nach einem 8:11 spannend, bis Kuhl / Itagaki im vierten Satz nichts mehr anbrennen ließen und mit 11:1 den Bayerischen Meistertitel im Doppel der Jungen 15 einsacken konnten.

Im Einzel spielte der 12 jährige  ein nahezu fehlerfreies Turnier. Im Viertelfinale gegen Julian Inkis vom FC Bayern München machte Samuel beim 11:7; 11:2 und 11:4 kurzen Prozess. Ab dem Halbfinale wurde in den Konkurrenzen 15 und 19 auf vier Gewinnsätze gespielt – für Samuel noch absolutes Neuland, aber auch hier zog der Eugenbacher gegen Andrew Shen ( erneut FC Bayern München) mit 11:5; 11:7, 11:8 und 11:7 ins Finale ein. Hier wartete, wie zu erwarten war, sein Doppelpartner Itagaki Kazuto vom TSV Bad Königshofen. Bei teilweise spektakulären Ballwechseln fiel der erste Satz mit 11:8 an Samuel, während der zweite Satz mit 10:12 an den Japaner aus Bad Königshofen ging. Obwohl Kuhl körperlich doch angeschlagen wirkte, kamen ab dem dritten Satz der Kampfgeist und vermutlich das Adrenalin zurück. Beim 11:6; 11:1 und 11:5 spielte Samuel auf höchstem Niveau und ließ seinem Gegenüber keine Chance.

Am Ende nach dem Doppel also der zweite Titel als Bayerischer Meister der Jungen 15 im Einzel für den Altdorfer TT-Nachwuchs.

Montag
Noch nicht Schluss? Nein, diesmal standen die Vergleichskämpfe der Gymnasien-Schulmannschaften in Landshut auf dem Programm. Angetreten waren im Leinberger-Gymnasium die Gymnasien Leinberger, Ergolding und Furth, wobei Samuel für Furth aktiv wurde. Das Ergebnis ist nicht bekannt, aber schwer vorstellbar, dass Samuel da was anbrennen ließ.


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