Die Hochwasserschäden, die der DJK-Sportverein heuer im Untergeschoss des Vereinsheimes hatte, sind inzwischen behoben, aber finanziell noch nicht ganz abgerechnet, erklärte die Vorsitzende Andrea Kollmeier. Auf 50000 bis 60000 Euro bezifferte Rudi Kollmeier die Schadenssumme. Er hofft nun auf eine finanzielle Unterstützung durch die Marktgemeinde, damit der Verein „handlungsfähig“ bleibt.
Dem Sport stehen nun die wegen der Hochwasserschäden grundlegend sanierten Räume im Untergeschoss des Vereinsheimes wieder zur Verfügung, informierte die DJK-Vorstandschaft die Abteilungsleiter. Auch die Alarm-Anlage ist, um Einbruchsversuche zu verhindern, wieder „scharf geschaltet“.
Einige Arbeiten bei der Schadensbeseitigung haben Vereinsmitglieder selbst ausgeführt. Dank hierfür bekam 2.Vorsitzender Josef Hierbeck, der mit seinem Team alle Untergeschoss-Räume „geweißelt“ hat. Stolz präsentierte er die in neuem Glanz erstrahlenden Räume im Untergeschoss. Weiter berichtete er, dass das Mitglied Ignaz Wolf zum besseren Unfallschutz für die Notausgangs-Treppe auch einen „Handlauf-Schutz“ gefertigt und dort montiert hat.
Auch den Sportverein trifft die alarmierende Ausbreitung der Corona-Pandemie, gab die Vorsitzende weiter zu verstehen. Deshalb mussten bereits die „Inthronisations-Veranstaltungen“ der Kindernarrhalla abgesagt werden. Neue Termine werden nun für Januar 2022 anvisiert. Auch das schon festgesetzte „Abschluss-Turnen“ der Kinder und Jugendlichen wird nun zeitlich in den Frühling 2022 verschoben, berichtete Henny Förster. Das vorgesehene „Ehrenamts-Essen“ im Dezember wird sich, so Andrea Kollmeier, kaum noch veranstalten lassen.
Den Christkindl-Markt, an dem sich auch der Sportverein beteiligt hätte, hat die Marktgemeinde bereits abgesagt, erwähnte die Vorsitzende. „Wir haben für solche Absagen in der jetzigen Zeit viel Verständnis, aber dem Sportverein fehlen auch die ansonsten daraus erhofften Einnahmen“. Am angepeilten Hauptversammlungs-Termin (20.Februar 2022) wollen die Vorsitzende und ihr Mann derzeit unbedingt festhalten, weil aus einem zunächst nur für zwei Jahre geplanten Engagement inzwischen sowieso schon sechs Jahre geworden sind.
Nach den Angaben der Vorsitzenden und den Berichten der Abteilungsleiter zufolge leiden die sportlichen Aktivitäten unter der Corona-Pandemie. Hilfreich sind hier, wie übereinstimmend festgestellt worden ist, keinesfalls die fast tagtäglich neuen und teils sogar unterschiedlichen Auflagen durch die Politik. „Dort, wo es um den Kommerz geht, wird offenbar mehr erlaubt“, meinten einige Sitzungsteilnehmer. Und im Gegensatz dazu sind, wie Helmut Simbürger schilderte, die Probleme im Amateur-Fußball der Jugend noch größer geworden. „Uns fehlen Trainer und Betreuer für die fußballbegeisterte Jugend“. Ähnlich sieht Henny Förster die Situation der Tanz- und Sportgymnastik-Gruppen.
Trotz ihrer „Schlusslicht-Probleme“ lassen sich die Herren-Fußballer nicht entmutigen, betonte Jörg Rückl. In dieser Einschätzung ist er sich mit Georg Reitmeier einig, weil der Sportverein auf viele Jugend-Fußballer und somit auf den künftigen Nachwuchs vertrauen kann. Ergänzend verwies Ehrenvorsitzender Heinz Jungbauer darauf, dass Spieler konkurrierender Fußballmannschaften teilweise gesponsert werden. „Das kann sich die DJK Altdorf finanziell nicht leisten“.
Auch Vertreter anderer Abteilungen, wie Karate, Tischtennis und Tennis, Badminton, Linedance (Tanzsport), Leichtathletik und Basketball informierten über ihre Schwierigkeiten und Planungen. „Der Vereinssport hat es in der Pandemie-Zeit schwer“, resümierte Andrea Kollmeier, die auch beklagte, dass die früher recht ausgeprägte „Vereinsbindung“ spürbar im Abnehmen sei.
Zwei Mitglieder der Linedanceabteilung haben in diesem Jahr mit Erfolg das Deutsche Tanzsportabzeichen im Linedance erworben.
Dabei hat unsere Kursleiterin Karin Schultze mit Erfolg das Tanzsportabzeichen in Bronze und unsere Karin Rieder das Tanzsportabzeichen in Silber abgelegt.
Herzlichen Glückwunsch von der ganzen Abteilung Linedance.
Der Sportverein hatte eingeladen – und sie waren fast alle zu dieser feierlichen Veranstaltung in den Bürgersaal gekommen. Und Andrea Kollmeier freute sich, dass der seit 65 Jahren bestehende Sportverein so viele treue Mitglieder ehren kann. Zuvor hatte sie auch zu einem Gedenken für 15 im Berichtszeitraum verstorbene Mitglieder im Alter von elf bis 89 Jahren aufgerufen.
An die zu Ehrenden gewandt, dankte Andrea Kollmeier diesen für ihre langjährige Treue und für ihr sportliches Engagement. „Damit der Verein funktionieren kann, brauchen wir Ehrenamtliche in unterschiedlichen Ämtern“, gab die Vorsitzende zu verstehen. Hierbei rief sie auch dazu auf, sich bei den Neuwahlen 2022 für vakant werdende Vorstandsämter bewerben zu wollen.
Seine Freude, sich wieder mit Vereinen bei Veranstaltungen treffen zu können, brachte Bürgermeister Sebastian Stanglmaier zum Ausdruck. Nach seiner Meinung ist das Ehrenamt eine „wichtige Säule unserer Gesellschaft“. Leider habe aber heute das Ehrenamt nicht mehr den Stellenwert, der dem eigentlich zustehen würde. Deshalb warb der Marktgemeindechef für die Bereitschaft, den Sportverein in eine geordnete und sichere Zukunft zu führen. Gerade die Kommune sei mit dem größten Verein eng verbunden.
Die anschließenden Ehrungen nahmen die drei Ehrenvorsitzenden mit der amtierenden Vorsitzenden gemeinsam vor. Die herausragendste Auszeichnung (Ehrennadel in Gold und Lorbeerkranz mit Urkunde) erhielt der 82-jährige Josef Schober für seine schon über 60-jährige Mitgliedschaft. In seiner Laudatio verwies Heinz Jungbauer darauf, dass der Geehrte über Jahrzehnte hinweg die Fußballjugend trainiert, vielfältige Vereinsaufgaben wahrgenommen und dafür bereits die „Bürgermedaille in Silber“ erhalten hat. „Der Sportverein war für Josef Schober die zweite Heimat“, betonte der Laudator. Nach seiner Schilderung entfielen auf den Geehrten bei der Sportler-Wahl 2005 in Stadt und Landkreis Landshut die mit Abstand meisten Stimmen.
Auf eine über 50-jährige Mitgliedschaft, für die es eine „Ehrennadel in Gold mit Lorbeerkranz und Urkunde“ gab, können zurückblicken: Lorenz Niedermeier, Rudolf Bachmeier, Ludwig Wenleder, Walter Frey und Hans Maier. Alle diese Geehrten waren einst Fußballer, Trainer oder beziehungsweise Schiedsrichter, wie Heinz Jungbauer detailliert auflistete.
Bereits über 40 Jahre, für die es eine „Ehrennadel in Gold mit Urkunde“ gab, sind der DJK treu verbunden: Evely Sigl, die 36 Jahre lang Übungsleiterin beim Kinderturnen war, heute noch beim Sportclub Pfettrach die Damengymnastikgruppe betreut und insgesamt 53 Jahre lang in Sportvereinen wirkt. Gerhard Erber (Fußball und Männerriege), Anton Fuchs (Tennissport), Ingrid Klein (Gymnastik, Tanz und Jugend) und Anton Stempfhuber (Fußball, Trainer und Vereinsfunktionär).
Mit über 20 Jahren Vereinszugehörigkeit („Ehrennadel in Silber“) wurden Christoph Schaller (Tennis und Bauplaner für den Verein), Günter Wehnert (Tennislehrer), Rüdiger Alfery (Fußball und Männerriege), Jean Atideka (Fußball und Trainer) und Margarethe Timm ausgezeichnet. Schon über zehn Jahre („Ehrennadel in Bronze“) sind Marion Gergs, Otto Janak, Ignaz Wolf, Peter Jendrusch, Erich Hilzenthaler, Irmgard Kirchermeier, Uwe Hellert, Nia Postel, Julian Rottelberger, Christof Wittmann, Alexander Grassmann und Hans Seidl dabei.
Mit einem Schlusswort bedankte sich Ehrenvorsitzender Willy Gürtner für die „schöne Veranstaltung“. Er ermunterte zur weiteren Treue für die Sportgemeinschaft, weil jeder Verein von seinen langjährigen Mitgliedern lebe. Ergänzend wartete Rudi Kollmeier noch mit einer „Bilderreise über die vergangenen fünf Jahrzehnte“ im Sportverein auf.
DJK SV Altdorf e.V.
Böhmerwaldstr. 31
84032 Altdorf
Tel/Fax.: 0871/31835
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!